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Teures Handy-Surfen: SKS interveniert

Mittwoch, 21. Januar 2009 / 12:26 Uhr

Bern - Die SF-Sendung «Kassensturz» hat es aufgedeckt: Wer auf dem Handy Videofilme anschaut oder seine E-Mails checkt, kann eine böse Überraschung erleben. Das Surfen kann schnell mal hunderte, wenn nicht sogar tausende von Franken kosten.

Das Surfen kann ohne weiteres 10 Franken pro Minute kosten.

Smartphones wie das iPhone und HTC-Geräte sowie Handys der neuen Generation machen das Surfen attraktiv. Doch der Spass ist teuer: Wer 1 Minute lang einen Film ansieht, bezahlt je nach Anbieter bis zu 10 Franken pro Minute, wie es unter Berufung auf den «Kassensturz» von Schweizer Fernsehen in einer Mitteilung der Stiftung für Konsumentschutz (SKS) heisst.

Swisscom, Orange und Sunrise gäben beim Verkauf eines Handys bloss die Preise pro Kilobyte an. «Doch wer weiss schon, dass 0.10 Rappen pro 20 KB etwa 10 Franken für eine Minute auf Youtube bedeuten», schreibt die SKS.

Günstigere Alternative

Dabei gäbe es eine vergleichsweise günstige Alternative. Swisscom, Orange und Sunrise bieten nämlich so genannte Datenoptionen an, bei denen der Datendownload mehr als 100 Mal günstiger ist als zum normalen Tarif. Nach Ansicht von Kassensturz und SKS werden die Kunden von den Anbietern aber nur mangelhaft informiert.

Die SKS will in den nächsten Tagen bei den Anbietern vorstellig werden. Einerseits will sie wissen, warum die normalen Datendownload-Tarife so «astronomisch hoch» sind. Ausserdem verlangt sie eine aktive Information der Kunden bei Vertragsabschluss. Die Käufer sollen dabei auch auf die Vorteile einer Datenoption aufmerksam gemacht werden.

(ht/sda)