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Swisscom: Aktienmehrheit des Bundes kein Nachteil

Samstag, 22. Oktober 2005 / 12:14 Uhr
aktualisiert: 14:43 Uhr

Bern - Swisscom-Chef Jens Alder sieht keinen Nachteil in der Aktienmehrheit des Bundes am Telekommunikationskonzern.

Jens Alder: «Die Bundesmehrheit ist ein Vorteil.»

Zwischen dem Anleger Bund und der Swisscom bestünden keine Probleme, sagte Alder gegenüber der «Mittelland Zeitung» (Samstagsausgabe).

Allerdings sei der Bundesanteil aufgrund des Aktienrückkaufs der Swisscom inzwischen auf 66 Prozent gestiegen, so dass die Angelegenheit eine politisch immer sensiblere Frage sei.

Da die Swisscom weitere Titel zurückkaufen will, dürfte der Bund über die Meldeschwelle von zwei Dritteln kommen, sofern er nicht massiv verkauft.

Politische Gründe

Dass der Bund erwäge, die Aktienmehrheit abzugeben, habe wohl politische Gründe, sagte Alder. Der Bundesanteil an Swisscom sei der höchste Staatsanteil an einem europäischen Telekomunternehmen überhaupt.

In Europa gebe es nur noch fünf oder sechs grössere Telekom-Unternehmen, bei denen der Staat eine Mehrheit habe. «Der Bund muss sich deshalb die Frage stellen, ob man mit dem Trend geht oder nicht.»

Laut Alder könnte die Bundesmehrheit aus unternehmerischer Sicht als Vorteil betrachtet werden. «Möglicherweise profitieren wir nämlich davon, dass die Schweizer Bevölkerung das Gefühl hat, das Unternehmen gehöre ihr. Dadurch dürfte die Loyalität gegenüber der Swisscom grösser sein.»

(rr/sda)


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