Sunrise will die Swisscom aufsplitten Donnerstag, 10. Januar 2008 / 08:48 Uhr
Zürich - Der Telekommunikationsanbieter Sunrise fordert - wie es im Fachjargon heisst - die «funktionale Trennung» des Konkurrenten Swisscom, wie die Handelszeitung meldet.
«Agressiver Stil»: Christoph Brand.
Mit der Aufsplittung von Netz und Diensten könnte die Infrastruktur allen Marktteilnehmern zu gleichen Kosten zur Verfügung stehen.
Die Swisscom wäre gezwungen, ihre Festnetzinfrastruktur, zum Beispiel in Form einer Tochtergesellschaft, auszulagern. Der Ausbau und der Unterhalt des Netzes sei so auch für die Konkurrenz sichergestellt.
Lobbyarbeit
Dieser aggressive Stil werde von ehemaligen Swisscom-Mitarbeitern wie Christoph Brand gefahren, die noch «vor wenigen Jahren bei der Regulierung die gegenteilige Meinung vertreten» haben, so Swisscom-Chef Carsten Schloter zur Handelszeitung.
Sunrise rechnet sich vor allem durch eine gute Lobbyarbeit Chancen aus, ihre Vorderungen zu realisieren. Christoph Brand will für seine Pläne gewichtige Politiker, ebenso wie die notwendigen Bundesinstanzen gewinnen. Dazu gehören neben dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die Kommunikationskommission (ComCom), die Wettbewerbskommission (Weko) wie auch der Preisüberwacher.
(Anja Zimmermann/teltarif.ch)
Artikel-Empfehlungen:
| 3.Jan 23:07 Uhr
Swisscom wirft Sunrise Image-Schädigung vor |
| 5.Dez 13:50 Uhr
Sunrise reicht weitere Klage gegen Swisscom ein |
| 20.Aug 14:00 Uhr
«Letzte Meile»: Sunrise klagt gegen Swisscom |
|