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SonyEricsson Z1010 als neues Spitzenhandy

Dienstag, 6. Juli 2004 / 15:41 Uhr

Knapp acht Wochen nach dem UMTS-Start für Privatkunden hat Vodafone mit dem SonyEricsson Z1010 sein zweites Mobiltelefon im Markt eingeführt, das neben den GSM-Netzen auch den neuen UMTS-Standard unterstützt.

Das SonyEricsson Z1010 wusste im Test zu überzeugen.

Dabei bietet das SonyEricsson-Gerät einiges mehr als das Samsung SGH-Z105, das bereits seit Anfang Mai in den Vodafone-Shops zu haben ist.

Insbesondere Datenfans werden die Möglichkeit schätzen, externe Geräte wie zum Beispiel einen PC nicht nur über ein USB-Kabel, sondern auch drahtlos per Bluetooth und Infrarot-Schnittstelle mit dem Telefon verbinden zu können. Das ist nicht nur nützlich, um beispielsweise unterwegs über UMTS oder GPRS online gehen zu können, sondern auch, um Daten mit dem Computer zu synchronisieren.

Speicherkarte inklusive

Ebenfalls von Vorteil ist die beim Samsung Z105 nicht gegebene Möglichkeit, den internen Speicher durch zusätzliche Speicherkarten zu erweitern. SonyEricsson liefert beim Z1010 gleich einen 32 Megabyte-Memory Stick Duo mit. Wem dieser Speicher immer noch nicht ausreicht, hat natürlich die Möglichkeit, weitere Speicherkarten nachzukaufen.

Schade ist, dass der Hersteller hier auf die Memory Stick-Eigenkreation gesetzt hat und nicht die Nutzung von SD- oder MMC-Karten ermöglicht. Für Handyfans, die am liebsten ein kleines und leichtes Handy haben möchten, ist das SonyEricsson-Gerät dagegen nur bedingt geeignet.

Mit 144 Gramm ist das Telefon nämlich etwas schwerer als das Samsung-Modell, das nur 132 Gramm auf die Waage bringt. Die Grösse der beiden Handys sind dagegen ähnlich: Das Z1010 ist 90 mal 54 mal 29 Millimeter groß, das Z105 95 mal 50 mal 26 Millimeter.

11,5 Stunden Gesprächszeit sprechen für sich

Eindeutig für das Z1010 spricht die Akku-Kapazität, die nach Angaben des Herstellers für eine Gesprächszeit von bis zu 11,5 Stunden ausreicht, während das Samsung nur maximal knapp vier Stunden durchhält. Hier hat SonyEricsson bei den Seriengeräten einiges gegenüber den ersten Testexemplaren verbessert, wo gerade das Strommanagement ein großes Problem darstellte.

Ansonsten sind die Features der beiden UMTS-Handys ähnlich. Beide unterstützen neben Sprachtelefonaten auch die Videotelefonie. Datenübertragungen sind über UMTS und GPRS möglich und beide Telefone sind für Vodafone live! vorkonfiguriert, bieten Video-MMS und die Möglichkeit, Videoclips herunterzuladen und anzusehen. Auch Java-Spiele können auf beiden Endgeräten installiert werden.

MP3-Player an Bord

Schön für Musikfans ist beim Z1010 die Möglichkeit, MP3-Musik zu hören. Das mitgelieferte Headset bietet dazu auch den Stereo-Sound und dank der Möglichkeit, mit Memory-Sticks die Speicherkapazität des Handys zu erweitern, kann man auch beliebig viele Musiktitel mitnehmen, um sie mobil anzuhören.

Bei einem ersten Kurztest der teltarif.de-Redaktion war die Sprachverständlichkeit mit dem Z1010 sowohl im GSM-, als auch im UMTS-Modus sehr gut. Allerdings ist auch beim Z105 der Sound ausgezeichnet. Nachteil des Samsung-Handys ist jedoch die recht geringe Lautstärke, so dass es in lauter Umgebung zu Verständigungsproblemen kommen kann.

Bildqualität bei Videotelefonie noch nicht überzeugend

Die Bildqualität bei der Videotelefonie kann bei beiden Telefonen noch nicht überzeugen. Bislang ist dieses Feature eher eine nette Zusatzfunktion, aber kein ernsthaftes Instrument zum Beispiel für den geschäftlichen Einsatz. Bleibt abzuwarten, inwiefern die Kunden bereit sein werden, ab Herbst höhere Entgelte als für normale Handygespräche zu zahlen, wie dies derzeit von Vodafone angedacht ist.

Der Zugriff auf Vodafone live! Seiten ist mit beiden Handys nicht so schnell, wie man es sich vom UMTS-Netz eigentlich verspricht. Preislich lagen beide Telefone zunächst auf dem gleichen Niveau. Während das Z1010 mit Vertrag unverändert 299 Euro kostet, hat Vodafone den Preis für das Z105 inzwischen auf 199 Euro mit Vertrag gesenkt.

Damit bietet Vodafone nun ein Videohandy auf dem gleichen Preisniveau an, das die Konkurrenten T-Mobile und o2 für ihr erstes UMTS-Handy, das Nokia 7600, verlangen. Das Nokia-Gerät bietet allerdings keine Videotelefonie an und ist somit gegenüber dem Samsung um ein entscheidendes Feature ärmer.

(rp/teltarif.ch)