Das Gerät wartet mit einem 3,5-Zoll-Touch-Display, einer QWERTZ-Tastatur und 32 Gigabyte (GB) internem Speicherplatz auf. Ausgelegt ist das «N97» laut Nokia speziell auf die mobile Internetnutzung und als «mobiles Fenster» zu den bevorzugten Online-Communitys und Webseiten des Nutzers. Auch als Musikplayer und Kamera ist das vielseitige Gerät geeignet.
«Die Grösse ist gut für User, die das Gerät als Telefon nutzen wollen. Das Gelenk und der geneigte Bildschirm machen das Verwenden der Tastatur viel leichter als beim 'G1'», bestätigt Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Es handle sich um den «weltweit fortschrittlichsten mobilen Computer», preist Nokia selbst das Produkt an.
Klarer Vorteil gegenüber Apples iPhone
«Wir glauben, dass die Bezeichnung 'mobile Computer' am treffendsten jene mobilen Geräte beschreibt, welche die besten Elemente und Features einen Mobiltelefons und eines Personal Computers vereinen», sagt Nokia-Sprecherin Barbara Fürchtegott.
Der 3,5-Zoll-Touchscreen bietet dafür eine Auflösung von 640 mal 360 Pixeln und bis zu 16 Mio. Farben, was Apples iPhone klar aussticht. Ferner bieten 32 GB interner Speicher, die um eine microSD-Karte mit bis zu 16 weiteren GB ergänzt werden können, viel Platz für Musikstücke und Multimedia-Dateien.
Carl-Zeiss-Optik
Die Tastatur dient als Eingabehilfe beispielsweise für E-Mails, SMS oder Texte. Zum Fotografieren wartet das «N97» mit einer Fünf-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik auf.
Ein GPS-Empfänger und ein elektronischer Kompass versprechen eine leichte Positionierung. Dadurch soll es für «N97»-Usern ein Leichtes werden, auch standortbezogene Informationen über Online-Communities auszutauschen. Den Aspekt des individuellen Online-Erlebnisses unterstreicht auch der N97-Startbildschirm.
Er bietet schnellen Zugriff auf die bevorzugten Kontakte, Inhalte und Medien des Nutzers und kann mithilfe von Widgets entsprechend persönlichen Vorlieben gestaltet werden.
N97 kommt im ersten Halbjahr 2009
«Das User-Interface scheint gegenüber dem '5800' kaum verbessert, aber der Startbildschirm wurde gut bereichert», meint Milanesi mit Blick auf Nokias erstes tastaturloses Touchscreen-Gerät. Insgesamt müsse sich Nokia bei der Touch-Bedienung noch verbessern, um wirklich wettbewerbsfähig zu werden.
Auf dem aktuellen Markt wäre das N97 Milanesi zufolge definitiv wettbewerbsfähig. Allerdings wird das Gerät laut Nokia erst im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen. Damit dürfte wohl das zweite Quartal gemeint sein, vermutet die Analystin.
«Wir sollten mit weiteren Produkten mit ähnlichen Möglichkeiten von HTC und Samsung rechnen», meint Milanesi daher. Angesichts des Preises von voraussichtlich 550 Euro könnte ein relativ später Produktstart aber von Vorteil für Nokia sein, da bis dahin die wirtschaftliche Situation anfangen könnte, sich wieder zu bessern.