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Leichter Gewinn-Rückgang bei Swisscom

Mittwoch, 14. Mai 2003 / 07:46 Uhr
aktualisiert: 09:02 Uhr

Bern - Der Telekomkonzern Swisscom hat im ersten Quartal 2003 zwar den Umsatz stabil gehalten, dabei aber nicht soviel verdient wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Unter Druck ist unter anderem die Festnetztelefonie.

Swisscom Antennen und Schüssel in Basel.

Insgesamt setzte der Konzern 3,517 Mrd. Fr. um. Das ist gleich viel wie im ersten Quartal 2002. Weiter gesunken sei der Umsatz in der Festnetztelefonie: Bei Fixnet sei der Umsatz um 9,4 Prozent zurückgegangen, teilte die Swisscom in einem Communiqué mit.

Bei Enterprise Solutions betrage die Abnahme 10,9 Prozent. Der ADSL-Boom habe sich fortgesetzt: Swisscom hat mittlerweile 250 000 der rund 290 000 Breitband-Internet-Kunden in der Schweiz. Der Mobilfunk konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr halten. Die deutsche Tochter debitel konnte dagegen beim Umsatz um 15,9 Prozent zulegen.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sei mit 1,163 (1,168) Mrd. Fr. praktisch stabil geblieben.

Ein Loch in die Kasse riss die Beteiligung an der Fluggesellschaft Swiss. Eine Wertberichtigung von 33 Mio. Fr. führte zu einem tieferen Finanzergebnis. Damit sei der Buchwert der Beteiligung auf 5 Mio. Fr. gesunken, hiess es weiter. Unter dem Strich sei der Reingewinn um 2,6 Prozent auf 409 Mio. Fr. zurückgegangen.

Für das Gesamtjahr 2003 rechnet der grösste Schweizer Telekom-Anbieter mit einem anhaltend Druck auf Umsatz- und Margen. In der Schweiz dürften die Umsätze bei gleichen Markt- und Regulierungsbedingungen insgesamt rückläufig sein.

Dank Sparmassnahmen erwartet die Swisscom dennoch einen EBITDA in der Höhe des Vorjahres von 4,4 Mrd. Franken. Der Konzern hat im Vergleich zum Vorjahr 5,1 Prozent seiner Arbeitsstellen gestrichen und beschäftigte Ende März noch 20 376 Vollzeitangestellte. (bsk/sda)