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«Cargo Bot»: Erstes Spiel auf dem iPad entwickelt

Dienstag, 24. April 2012 / 17:22 Uhr

Essen - Seit heute, Dienstag, ist mit «Cargo Bot» das erste Spiel im iTunes-Store erhältlich, das zur Gänze auf einem iPad umgesetzt wurde.

Cargo-Bot: Der Spieler hat die Aufgabe, Kisten nach vorgegebenem Muster zu sortieren.

Verantwortlich zeichnet die Softwareschmiede «Two Lives Left», die dafür ihr eigenes Toolset namens Codea herangezogen haben. App-Entwickler Marcus Roskosch sieht im Gespräch kaum Vorteile für Tablets als Plattform für die Erstellung von Anwendungen.

Tablets nur bedingt geeignet

Bei Cargo Bot handelt es sich um ein relativ einfach gehaltenes Game aus der Kategorie «Logikrätsel». Der Spieler hat die Aufgabe, Kisten nach vorgegebenem Muster zu sortieren. Dazu stellt er durch das Ziehen von Icons Befehlsanordnungen zusammen, die anschliessend vom robotischen Greifarm umgesetzt werden. Die App ist kostenlos erhältlich und setzt ein iPad sowie iOS ab Version 5 voraus.

Die Premiere des «mobil entwickelten» Spiels beeindruckt Roskosch jedoch wenig. «Die Erstellung von Apps auf einem Tablet dürfte relativ umständlich sein. Ich persönlich bin froh, meinen Mac mit vielen Eingabegeräten nutzen zu können», so der Experte. Aufgrund der Limitationen der Touchscreen-PCs wie dem iPad sieht er die Bedienmöglichkeiten weitestgehend auf Drag-and-Drop-Interaktion beschränkt, womit die Erstellung komplexer Programme kaum möglich erscheint.

Keine Trendwende in Sicht

Roskosch rechnet folglich auch nicht damit, dass es im Bereich der App-Entwicklung zu einer Trendwende kommt. Zu ausgeprägt sind die offensichtlichen Nachteile und zu ausgereift die verfügbaren, herkömmlichen Werkzeuge. «Es gibt günstige Macs, auf denen sich problemlos Apps entwickeln lässen. Dazu steht ein kostenloser Simulator zur Verfügung, der sehr nahe am eigentlichen Gerät ist. Dieser bietet zusätzlich Vorteile wie die farbliche Hervorhebung von Anzeigefehlern, die man beim reinen Test auf dem Tablet leicht übersehen könnte», erklärt der Kenner.

Ganz unbrauchbar sind Mobilgeräte in Sachen App-Development freilich nicht. «Für ein Mockup beim Kunden, um etwa ein Anwendungskonzept zu konkretisieren, ist das iPad ganz praktisch. Die darauf entworfene Idee würde ich aber auf jeden Fall auf meinem Computer umsetzen», so Roskosch abschliessend.

(fest/pte)


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