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19 Mio. US-Amerikaner wollen «iPhone» kaufen

Montag, 18. Juni 2007 / 17:12 Uhr

Seattle/London - Lange bevor Apples «iPhone» am 29. Juni zumindest in den USA offiziell in die Läden kommt, schlägt das Touchscreen-Handy in den Medien rund um den Globus hohe Wellen und hat bereits einen wahren Hype ausgelöst.

Wer das «iPhone» in Europa vertreiben darf, steht immer noch nicht fest.

Laut einer Umfrage der Marktforscher von M:Metrics haben 64 Prozent der US-Amerikaner und 56 Prozent der Briten schon vom «iPhone» gehört.

Neun Prozent der US-Handybesitzer - das entspricht etwa 19 Mio. US-Bürgern - haben ein starkes Interesse am Kauf des Highend-Geräts geäussert. In Grossbritannien waren es sogar 16 Prozent oder sieben Mio. Kaufinteressenten, obwohl in Europa noch nicht einmal ein Verkaufsdatum feststeht.

Während die Verhandlungen mit den europäischen Netzbetreibern laufen, hat sich in den USA der Telekomkonzern AT&T das exklusive Recht auf das Angebot von Apples «iPhone» gesichert und kann sich offenbar bereits jetzt auf die Schulter klopfen.

Amerikaner müssen zu AT&T wechseln

Der Umfrage zufolge sind nämlich knapp zwei Drittel der «iPhone»-Interessenten Kunden anderer Netzbetreiber. «Das ist ein frühes Anzeichen dafür, dass sich die AT&T-Strategie, mithilfe des Geräts der Konkurrenz Kunden abzuwerben, auszahlen könnte», sagt M:Metrics-Analyst Mark Donovan.

Darüber hinaus könnte der «iPhone»-Hype auch den Markt für MP3-Player beeinflussen. Den Analysten zufolge verfügen 64 Prozent der potenziellen iPhone-Käufer über einen MP3-Player.

Bei vergleichbaren Musikhandys sind es dagegen lediglich 30 Prozent. «Es wird also interessant sein zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit die Verbraucher ihren MP3-Player durch ein 'iPhone' ersetzen», sagt Donovan. Zudem zeige der Hype, dass der Weg für teure Highend-Handys geebnet sei. Es bestehe grosses Potenzial für die Apple-Konkurrenz wie das HTC Touch, das ab Ende Juni auf den deutschen Markt kommen soll.

Europäer beklagen sich über die Arroganz von Apple

Derweil beklagen sich die europäischen Mobilfunkanbieter über die Arroganz, mit der Apple in den Verhandlungen über die Markteinführung des «iPhones» in Europa auftrete, so das Portal «vnunet.com» unter Berufung auf Analysten. In Europa soll das iPhone ab Ende 2007 verkauft werden. Apple will auch hier auf einen einzigen Betreiber setzen. Experten rechnen allerdings nicht damit, dass sich das Exklusiv-Modell auf Europa übertragen lässt, weil der europäische Markt viel komplexer als der US-Markt ist.

(li/pte)


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